FRAGEN & ANTWORTEN

Die häufigsten Fragen zur Geothermie-Fernwärmeversorgung

 

  1. Kommt eine Fernwärmeversorgung aus Unterhaching für mich in Frage?

    Wenn Ihr Gebäude am bestehenden Fernwärmenetz liegt (siehe aktuelle Netzübersicht), können Sie Fernwärme von der Geothermie Unterhaching beziehen. Liegt Ihr Haus nicht in der Nähe einer Fernwärmeleitung, muss die Verlegung der Fernwärmeleitung bis zu Ihrem Haus aus wirtschaftlicher Sicht geprüft werden.

    Senden Sie uns bei Interesse an einem Geothermie-Fernwärmeanschluss einfach einen Erfassungsbogen zu und lassen sich von uns beraten. 
     
  2. Was bedeutet, dass die Verlegung der Fernwärmeleitung wirtschaftlich sein muss?

    Neue Fernwärmeleitungen können dann verlegt werden, wenn eine entsprechende Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Dies bedeutet, dass eine genügend große Anschlussleistung erreicht werden muss, also ein großes Einzelgebäude eine größere Wärmemenge abnimmt oder sich mehrere kleinere Gebäude zu einem Anschluss entschließen, damit sich die Verlegungskosten aus wirtschaftlicher Sicht rechnen. Es lohnt sich also mit Ihren Nachbarn über einen möglichen Anschluss zu sprechen. 
     
  3. Wie sicher ist die Versorgung mit der Unterhachinger Fernwärme?

    Die Versorgungssicherheit der Gemeinde mit umweltfreundlicher Fernwärme hat oberste Priorität. Für Spitzen-, Ausfall- und Wartungszeiten steht ein mit fossilen Brennstoffen betriebenes Heizwerk bereit. Zudem wurde im Jahr 2012 ein Wärmeverbund mit der Erdwärme Grünwald GmbH geschlossen, um im Bedarfsfalle CO2-freie Wärme aus Tiefengeothermie vom jeweiligen Partner zu beziehen, anstelle diese Wärme fossil erzeugen zu müssen. 
     
  4. Mit welchen Anschlusskosten muss ich rechnen?

    Die einmaligen Hausanschlusskosten inkl. Übergabestation betragen unter Berücksichtigung des KfW - Zuschußes (1.800 €, gilt nicht für Neubauten) bis einschließlich 5,0 m Rohrleitung auf privatem Grund derzeit pauschal 1.578,15 € netto bei einer Neuerschließung und 2.628,57 € im Fall einer Netzverdichtung. Die Mehrlänge der Rohrleitung auf privatem Grund und Bauerschwernisse (zu schützender Baumbestand etc.) werden nach Aufwand abgerechnet. Zusätzlich entstehen für den Umbau der Sekundärseite (Anschluss der Wärmeübergabestation) durch einen Heizungsbauer weitere Kosten.
     
  5. Gibt es verlässliche Vorgaben für mögliche Preissteigerungen der Geothermie-Fernwärme?

    Die mögliche Preisentwicklung ist in der Preisgleitklausel (siehe Vorvertrag bzw. Wärmeliefervertrag) genau festgelegt. Der Grund-, Mess- und Arbeitspreis ist an unterschiedliche Indizes gekoppelt, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht werden (www.destatis.de). Enthalten sind der Investitionsgüterindex, der Lohnindex sowie jeweils zu weniger als 1/3 der Stromindex und der Gasindex). Dank unserer ausgeglichen Preisgleitklausel wirken sich die teils massiven Preissteigerungen der fossilen Energieträger nur im geringen Umfang aus (durchschnittliche Preissteigerungsrate liegt bei 2,5 %). 
     
  6. Warum ist die Entwicklung der Fernwärmepreise der Geothermie überhaupt an den Gaspreis gekoppelt?

    In der Regel wird die Fernwärme tatsächlich rein aus der Geothermie versorgt. Fossile Brennstoffe kommen nur dann zum Einsatz, wenn entweder mehr Wärme nachgefragt wird als die Bohrung liefern kann oder aus technischen Gründen (z.B. bei Wartungsarbeiten) der Thermalwasserkreislauf steht. Zudem muss gemäß § 24 Abs. 3 S. 1 AVBFernwärmeV die Preisgleitklausel neben der Kostenentwicklung bei Erzeugung und Bereitstellung der Fernwärme durch das Unternehmen auch die jeweiligen Verhältnisse auf dem Wärmemarkt angemessen berücksichtigen, was in unserem Fall mit dem Gasindex verwirklicht wird.
     
  7. Sind die Kosten für die Warmwasserbereitung im Preisbeispiel enthalten?

    Ja, im Preisbeispiel sind die Energiekosten für die Heizung und die Warmwasserbereitung eingerechnet. Das Beispiel zeigt die durchschnittlichen Kosten eines freistehenden Einfamilienhauses  und Reihenhauses mit einem Verbrauch von 25.000 und 17.000 kWh.
    Klicken Sie hier für ein Preisbeispiel

     
  8. Kann ich mit der Geothermie-Fernwärme alle Heizungstypen betreiben und auch das Brauchwasser erwärmen?

    Mit Geothermie-Fernwärme können alle bisherigen Formen der Warmwasserbereitung erfolgen, also sowohl Fußboden- als auch Heizkörperheizungen, Trink- und Brauchwassererwärmung oder zum Beispiel auch eine Schwimmbadheizung. 
     
  9. Sind zusätzliche hausinterne Installationen erforderlich und wer kann diese durchführen?

    Je nachdem, welches Heizsystem und welche Art von Warmwasserbereitung derzeit vorliegen, sind zusätzliche Umbauarbeiten oder Anschaffungen erforderlich, die Sie selbst veranlassen müssen:

    Beispiel:

    Heizkessel und Warmwasserboiler in einem Gerät:
    Ein Einbau eines Warmwasserboilers sowie die Verrohrung, die Verkabelung der Fühler, der elektrische Anschluss der Wärmeübergabestation und der Potentialausgleich sind notwendig.
     
    Heizkessel und Warmwasserboiler getrennt voneinander:
    Der Warmwasserboiler bleibt, es ist lediglich zusätzlich die Verrohrung, die Verkabelung der Fühler, der elektrische Anschluss der Wärmeübergabestation und der Potentialausgleich erforderlich.

    Heizkessel und Warmwasserbereitung, z.B. elektrisch:
    Die Fernwärme ersetzt beide Wärmequellen, ein Nachrüsten mit einem Warmwasserboiler,  die Verrohrung, die Verkabelung der Fühler, der elektrische Anschluss der Wärmeübergabestation und der Potentialausgleich sind erforderlich.

    Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Heizungsbauer. 
     
  10. Was beinhaltet die Wärmeübergabestation?

    Die gesamte Wärmeübergabestation besteht aus dem Wärmetauscher, Absperr- und Regelarmaturen, Mess- und Zähleinrichtungen sowie einem Stationsregler, welcher auch die Regelung der Sekundärseite übernimmt (3 geregelte Heizkreise und ein ungeregelter Heizkreis für z.B. Heizkörper, Fußbodenheizung, Solaranlage und  Brauchwassererwärmung)
     
  11. Wie groß ist der Wärmetauscher?

    Die Größe des Wärmetauschers ist von der Anschlussleistung abhängig. Der Wärmetauscher für z. B. ein Einfamilienhaus mit rund 20 kW-Anschlussleistung ist kleiner als ein Heizkessel.  Für die Armaturen, die Messeinrichtung und den Wärmetauscher sowie für den Arbeitsraum ist an einer frei zugänglichen Wand ein Platzbedarf von ca. 1,5 m Breite, 1 m Tiefe und 1 m Höhe notwendig. 
     
  12. Wer ist für die Wartung und Instandhaltung der Fernwärmeleitung und der Übergabestation zuständig?

    Die Geothermie Unterhaching übernimmt die Wartung und Instandhaltung der Fernwärmeleitung und der Übergabestation.  Der Fernwärmekunde ist lediglich verpflichtet, Beschädigungen, Mängel usw. sofort an die Geothermie Unterhaching zu melden.
     
  13. Was kann ich tun, wenn der Kaminkehrer den Weiterbetrieb der Heizung nicht mehr genehmigt?

    Wenn Ihre Heizung aufgrund von gesetzlichen Vorschriften nicht mehr weiter betrieben und der Fernwärmeanschluss jedoch nicht gleich hergestellt werden kann, können Sie beim Landratsamt (Abteilung Immissionsschutz) eine Ausnahmegenehmigung bis zur Herstellung des Fernwärmeanschlusses beantragen.
     
  14. Kann man einen z. B. 5 Jahre alten Heizkessel weiterverkaufen?

    Grundsätzlich ist ein alter Heizkessel schwer verkäuflich, da neue Schadstoffemissionsrichtlinien Gültigkeit haben, die Brennwerttechnik eingeführt wurde und ältere Kessel diese Kriterien meist nicht erfüllen. 

  15. Welche Vorteile hat die Geothermie-Fernwärme in Bezug auf die Erfüllung der EneV und des EEWärmeG?

    Neubauten müssen aufgrund des § 3 EEWärmeG einen Großteil des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien decken. Mit der ökologischen Geothermie-Fernwärme können Sie die Vorgaben spielend auch ohne weitere Zusatzinvestitionen wie  z.B. für eine Solaranlage einhalten. 

    Bei Altbauten wirkt sich der Bezug von Fernwärme ebenfalls positiv auf den Primärenergiebedarf bzw. auf den Energieausweis (Berechnung auf Basis Energiebedarf) aus, was insbesondere bei der Sanierungen von Altbauten zu Kosteneinsparungen führen kann.

 

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