Landkreis München verleiht Energiepreis an Wärmeverbund von Erdwärme Grünwald und Geothermie Unterhaching

In einer feierlichen Ehrung am 5. Dezember verlieh der Landkreis München seine Umwelt- und Energiepreise. Den Energiepreis in der Kategorie „Gemeinden, öffentliche Einrichtungen und Gesellschaften“ erhielt der Wärmeverbund der beiden Kommunalunternehmen Erdwärme Grünwald GmbH (EWG) und Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG (GUH).

Ausgezeichnet wurde der Verbund der beiden Geothermiequellen in Laufzorn und Unterhaching, weil durch die Erzeugung und Verteilung regenerativer Energie ein wesentlicher Beitrag zur Energievision des Landkreises München geleistet werde. Um das hohe Ziel der Energievision zu erreichen, müssten die Anstrengungen im Landkreis verdoppelt werden, sagte Landrätin Johanna Rumschöttel, Ziel müsse es sein, „die Wirtschaftskraft im Landkreis München weiter gedeihen zu lassen und gleichzeitig Energie einzusparen.“

Den Energiepreis nahmen die beiden 1. Bürgermeister Jan Neusiedl (Grünwald) und Wolfgang Panzer (Unterhaching) sowie die Geschäftsführer der Geothermie-Gesellschaften Andreas Lederle und Stefan Rothörl (EWG) und Wolfgang Geisinger (GUH) entgegen.

Im Namen der Geehrten bedankte sich Wolfgang Geisinger für die Auszeichnung und sagte: „Wir sparen durch die Geothermie 70.000 Liter Heizöl pro Tag. Diese Menge Öl wäre nötig, um all unsere Haushalte und Unternehmen verlässlich mit Wärme zu versorgen. Der Weg geht also klar weg vom Öl, wir werden autarker. Durch den Wärmeverbund decken wir auch an kalten Wintertagen unseren Spitzenbedarf mit Geothermie ab. Und in beiden Gemeinden merken wir: Das Interesse an der regenerativ erzeugten Fernwärme ist weiterhin hoch. Der Energiepreis stärkt uns darin, unsere interkommunale Zusammenarbeit auszubauen und weiter zu vertiefen.“

Eine Erfolgsgeschichte – der Wärmeverbund der beiden Geothermie-Gemeinden Grünwald und Unterhaching

Seit 11. April 2013 fließt geothermisch erzeugte Wärme aus der Quelle Laufzorn nach Unterhaching. Die Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG (GUH) nutzt diese Wärme der Erdwärme Grünwald GmbH (EWG) direkt für ihre Kunden oder macht Strom daraus. Per Leitung verbunden sind die beiden Geothermie-Bohrstellen in Laufzorn und Unterhaching seit Ende 2012, die Pumpen und Wärmetauscher sind seit April 2013 einsatzbereit. Über die 5,3 km lange Verbundtrasse durch den Grünwalder und Perlacher Forst kann eine Wärmeleistung von bis zu 20 MW bereitgestellt werden. Möglich wird der in dieser Form einzigartige Wärmetransfer durch modernste Technologien auf beiden Seiten: bi-direktionale Wärmetauscher von Sondex sowie Pumpen für die Thermalwasserförderung von Baker Hughes. Den Betrieb managt auf beiden Seiten die Bosch Energy and Building Solutions GmbH.

Von dem Wärmeverbund profitieren beide Gemeinden – denn Grünwald lastet seine Bohrung aus und Unterhaching deckt seinen Energiebedarf für das Kalina-Stromkraftwerk und macht aus der EWG-Wärme bei Bedarf auch die Spitzenlast für seine Fernwärme. Zudem müssen Grünwald und Unterhaching, wenn Wartungsarbeiten an der Förderbohrung oder am Fernwärmenetz anstehen, ihre Wärmeerzeugung nicht mehr auf Öl umstellen. Da fließt seit April 2013 einfach geothermische Wärme aus der Nachbargemeinde.

Bildunterschrift:
„Der Energiepreis des Landkreises München bestätigt uns auf unserem Weg der interkommunalen Zusammenarbeit. Die Energiewende braucht innovative und gemeindeübergreifende Projekte.“ Darin einig sind sich ,v.l. der 1. Bürgermeister der Gemeinde Grünwald Jan Neusiedl, die Geschäftsführer der Erdwärme Grünwald GmbH Stefan Rothörl und Andreas Lederle, der Geschäftsführer der Geothermie Unterhaching GmbH & Co KG Wolfgang Geisinger sowie der 1. Bürgermeister der Gemeinde Unterhaching Wolfgang Panzer.


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